Die Vermehrung von Eiben durch Stecklinge ist eine einfache und kostengünstige Methode, um selbst neue Pflanzen zu züchten. Diese Methode eignet sich besonders für Hobbygärtner, die eine große Eibenhecke einfach und preiswert anlegen möchten. Erfahren Sie, wie Sie in acht einfachen Schritten erfolgreich Eiben durch Stecklinge vermehren. Entdecke, wann Sie am besten Stecklinge schneiden und welche Materialien Sie benötigen.
Schritt 1: Schneiden Sie einen Zweig ab
Schneiden Sie mit einer scharfen, sauberen Gartenschere einen jungen, kräftigen Eibenzweig von 10 bis 15 cm Länge ab, vorzugsweise aus dem oberen Teil eines gesunden Triebes. Damit erhöhen Sie die Erfolgschancen für eine sichere Bewurzelung. So können Sie später eine widerstandsfähige Heckenpflanze ziehen.

Schritt 2: Nadeln entfernen
Entfernen Sie mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere die unteren Nadeln des Astes. Achten Sie darauf, die Rinde nicht zu beschädigen. Lassen Sie einen 5 cm langen kahlen Ast stehen, dieser wird zum Stamm der neuen Eibe.
Schritt 3: Schneiden Sie das untere Ende des Taxus-Zweigs ab.
Schneiden Sie das untere Ende des Zweigs mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere schräg ab. Achten Sie auf einen sauberen Schnitt, damit keine Infektionen entstehen. Auf diese Weise legen Sie die Basis für eine gesunde Bewurzelung. Eiben gehören zu den Koniferen, deren Zweige besonders empfindlich auf unsaubere Schnitte reagieren.

Schritt 4: Lassen Sie den Steckling nicht austrocknen
Bewahren Sie den Steckling bis zum Einpflanzen in einem feuchten Tuch oder Wasser auf. Lassen Sie ihn nicht austrocknen. Ein ausgetrockneter Steckling wurzelt schlecht.

Schritt 5: Tauchen Sie den Steckling in Stecklingspulver
Tauchen Sie das untere Ende des Stecklings in Stecklingspulver. Dies fördert die Wurzelbildung der Stecklinge.

Schritt 6: Setzen Sie den Taxus-Steckling in einen Topf.
Füllen Sie einen Topf mit Stecklingserde, gemischt mit Sand und Vermiculit oder Perlit. Dieses luftige Substrat ist gut durchlässig und fördert die Wurzelbildung. Setzen Sie die Stecklinge vier bis fünf Zentimeter tief ein. Achten Sie darauf, dass die Nadeln nicht mit der Erde in Kontakt kommen, damit keine Fäulnis entsteht
Drücken Sie die Erde leicht an, damit die Stecklinge fest stehen, aber vermeiden Sie eine Verdichtung des Substrats.

Schritt 7: Sorgen Sie für ein feuchtes Klima.
Decken Sie den Topf mit einer durchsichtigen Plastiktüte ab oder verwenden Sie ein Gewächshaus, um ein feuchtes Klima zu schaffen. Dies fördert das Wurzelwachstum. Achten Sie darauf, dass die Tüte die Stecklinge nicht berührt, da dies zu Schimmelbildung und Fäulnis führen kann. Dazu können Sie zum Beispiel Holzstäbchen verwenden.

Schritt 8: Stellen Sie den Steckling an einen geeigneten Ort.
Stellen Sie die Stecklinge an einen hellen, warmen Standort, vermeiden Sie jedoch direkte Sonneneinstrahlung. So verhindern Sie Verbrennungen. Halten Sie die Blumenerde leicht feucht, um Wurzelfäule zu vermeiden. Öffnen Sie das Gewächshaus oder heben Sie den Beutel täglich für eine Stunde an, um Kondenswasserbildung und Schimmelbildung zu vermeiden.
Die Stecklinge brauchen einige Monate bis zu einem Jahr, um gut zu wurzeln. Prüfen Sie nach sechs Monaten vorsichtig, ob sie Widerstand leisten, wenn Sie leicht darauf drücken. Dies ist ein Zeichen für Wurzelbildung. Ein früheres Umpflanzen führt zu halbreifen Stecklingen, die sich schlecht entwickeln werden.

Was braucht man zum Vermehren der Eibe mit Stecklingen?
Für die Vermehrung der Eibe mit Stecklingen braucht man eine saubere Gartenschere, ein scharfes Messer, Bewurzelungspulver, Anzuchterde (am besten mit Sand und Vermiculit oder Perlit gemischt), kleine Töpfe oder Saatschalen sowie eine durchsichtige Plastiktüte oder ein Mini-Gewächshaus.
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Gartenschere: Zum Schneiden junger, gesunder Zweige.
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Scharfes Messer: Zum glatten und schrägen Abschneiden des Stecklings und zum Entfernen der Nadeln.
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Stecklingspulver: Fördert das Wurzelwachstum.
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Blumenerde: Mit Vermiculit oder Perlit gemischt sorgt Blumenerde für einen luftigen Standort mit ausreichend Nährstoffen. Fügen Sie keine organischen Düngemittel hinzu, da dies zu Verbrennungen, verzögertem Wurzelwachstum oder Schimmelbildung führen kann.
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Töpfe, Schalen: Füllen Sie diese mit der luftigen Erde und setzen Sie die Stecklinge hinein.
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Transparente Plastiktüte oder Mini-Gewächshaus: Zum Schaffen eines feuchten Klimas für die neuen immergrünen Heckenpflanze und zur Förderung der Wurzelbildung.
Wann ist die beste Zeit, um Eiben durch Stecklinge zu vermehren?
Die beste Zeit, um eine Eibe zu vermehren, ist im August oder September. Die jungen Triebe sind dann ausreichend verholzt, um gesteckt zu werden, und weniger anfällig für Beschädigungen. Das milde Klima und die höhere Luftfeuchtigkeit in diesen Monaten fördern die Wurzelbildung. Da die Sommerhitze nachlässt, trocknet der Steckling weniger schnell aus.
Stecklinge können auch im Frühjahr genommen werden, aber junge Triebe sind weich und empfindlich, wodurch es schneller zu Ausfällen kommt.
Häufige Fehler beim Vermehren von Eiben durch Stecklinge
Häufige Fehler beim Vermehren von Eiben durch Stecklinge sind das Nichtentfernen überschüssiger Nadeln und die Verwendung zu junger oder beschädigter Triebe. Eine sorgfältige Pflege nach dem Stecken erhöht die Erfolgschancen für eine zuverlässige Wurzelbildung. Die häufigsten Fehler im Überblick:
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Zu feuchter Boden: Die Stecklinge können in einer zu feuchten Umgebung faulen. Halten Sie den Stecklingsboden leicht feucht, vermeiden Sie jedoch ständig nasse Bedingungen. Prüfen Sie die Erde mit dem Finger: Sie sollte kühl und leicht feucht sein, ohne dass Wasser am Finger zurückbleibt.
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Zu wenig Licht: Bei Lichtmangel wächst der Steckling langsam oder gar nicht. Stellen Sie die Stecklinge an einen hellen Ort, aber nicht in die direkte Sonne.
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Keine Luftzirkulation: Mangelnde Belüftung erhöht die Gefahr von Schimmelbildung. Sorgen Sie für ausreichende Luftzirkulation, insbesondere bei Stecklingen, die unter Plastikfolie im Haus gezüchtet werden.
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Zu junges oder beschädigtes Steckmaterial: Verwenden Sie nur junge, biegsame und gesunde Triebe aus der aktuellen Vegetationsperiode. Schwache oder beschädigte Stecklinge bilden schlechte Wurzeln oder sterben ab.